Diät und der kapitalistische Hintergrund

Diätprodukte sollen es allen Menschen ermöglichen einfach und schnell dünn zu werden. Es gibt viele unterschiedliche Produkte und Konzepte, die teilweise sehr viel Geld kosten und meistens einen enormen Jo-Jo-Effekt haben (schnell abnehmen bedeutet meistens auch schnell wieder zuzunehmen).

Es werden gerade Frauen mit Schönheitsidealen und Mittelchen dafür bombadiert. Frauen und ihr von der Gesellschaft auferlegter Wunsch nach einem schlanken Körper sind quasi perfekte Konsumentinnen für einen riesigen Markt an Diätprodukten. Es gibt immer ein neues Mittel, was es angeblich noch schneller und einfacher macht endlich dünn zu sein. In vielen sogenannten “Frauenheften” wird jede Woche eine andere Diät vorgestellt, zuckerfreie und fettreduzierte Produkte werden “frauengerecht” gestaltet (Diätprodukte sind meistens in Pastelltönen gehalten und haben Schmetterlinge oÄ auf der Verpackung).

Das die angeblichen geschlechtlichen Unterschiede in der heutigen Zeit dermaßen hervorgehoben werden hat also vor allem kapitalistischen Hintergrund. Es gibt immer mehr Spielzeuge und Kleidung, die für Kinder nach Geschlechtern getrennt ist. Wo vor 50 Jahren alle Kinder noch die gleichen Klamotten trugen, scheint es heute wichtig zu sein schon Babies mit Fraben zu markieren. Genau wie Spielsachen- als ich früher im Toys’r’us war, gab es keine “Mädchen” oder “Jungen” Markierungen. Man versucht also nicht nur bei Essen sexistische Rollenklischees zu bedienen.

Zurück zu den Diätprodukten: wenn man sich die Inhaltsstoffe so ansieht, würde man erwarten, dass das alles nur total gesundes Zeug ist. Immerhin soll man ja damit abnehmen und abnehmen bedeutet ja angeblich gesund sein. Seltsamerweise befinden sich in 0% Joghurt mehr Zucker, als in Joghurt mit 3,5% Fett- kein Wunder. Sonst würde das Zeug gar nicht schmecken (kosten tuts sogar auch mehr als normale Produkte ohne Light- oder Diätaufdruck). Und angeblich ist doch Abnehmen so leicht, weil man ja immernoch die leckeren Diätprodukte essen kann. Diätprodukte sollen also gesund machen, obwohl sie dem Körper nichts gesundes geben.

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