Biphobie stinkt!

Bisexualität wird oft nicht wahrgenommen, viele unbedarfte Menschen sehen sie als “Weg in die Homosexualität” oder als “Phase der Unsicherheit”. Unsere Gesellschaft lebt uns eine Monosexualität vor. Zwar eine heterosexuelle, aber eben eine Monosexualität. Bisexualität wird als jugendlicher Unfug, Aufmerksamkeitserregung und allgemeine Unsicherheit abgetan. Jungen Menschen (gerade Frauen) wird die Überzeugung der Bisexualität eher mit einem wohlwollenden Kopfnicken abgenommen als Homosexualität. Die jungen Leute wollen sich ein wenig ausprobieren, bevor sie sich ernsthaft binden und sesshaft werden. Komischer wirds, wenn diese jugendlichen Bisexuellen älter werden und sich noch immer nicht entschieden haben, ob sie eher auf Männer oder auf Frauen stehen. Da kann doch irgendwas nicht stimmen! 

Bisexuelle haben mit Vorurteilen von Seiten der Hetereosexuellen und der Homosexuellen zu kämpfen: Heterosexuelle nehmen sie entweder nicht ernst, oder missbrauchen sie als Sexobjekt (gerade bisexuelle Frauen sind für viele heterosexuelle Männer Lustobjekte). Homosexuelle verurteilen sie oft als feige (Bisexuelle wollen zwar mit dem gleichen Geschlecht schlafen, aber nicht die heterosexuellen Privilegien ablegen) und als untreu. Manchmal gibt es sogar Vorwürfe der Sexsucht und psychischen Krankheiten gegenüber bisexuellen Menschen.

Interessant ist, dass Biphobie oft geleugnet wird- hängt das vielleicht damit zusammen, dass Bisexualität nicht ernst genommen wird?

Ich finde Frauen und Männer attraktiv und möchte aber nicht ausschließen, mit einem Mann oder einer Frau monogam zusammen zu leben. Dann bin ich aber dennoch weder hetero- noch homo. Ich bin bisexuell.  

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